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Lasst Uns Neu Denken

Umdenken

Meine Überschrift beschreibt das, was wir immer wieder hören und lesen. Wir sollen „Umdenken“ oder „neue Wege gehen“. Aber was ist „umdenken“ und warum sollten wir „neu denken“?

Seit mehr als 20 Jahren erleben wir Veränderungsprozesse, die sich immer mehr beschleunigen. Planungen für die nächsten 10 Jahre, so wie ich es noch lernen musste, sind eingeschränkt auf allgemeine Aussagen von Zielen. Die Zielplanung ist so flexibel, dass die Umsetzung sich ständig auf neue Gegebenheiten einstellen kann. In 10 Jahren wollen wir hier stehen, oder das erledigen.

Trotzdem ist es unerlässlich sich selbst und dem Unternehmen immer neue Ziele vorzunehmen und zu formulieren. Sie sollten natürlich im gewissen Maße flexibel sein und unbedingt auch bildlich vorstellbar. Doch es bedarf mehr als nur einem Brainstorming wie das erreicht werden kann. Es sind sämtliche Faktoren, die Hemmschwellen sein können, zu erfassen. Die neuen Medienwege müssen professionell analysiert und angehenden Trends schneller den je erfasst werden, noch bevor es zu einem Trend wird. Damit meine ich keine Modeerscheinungen, sondern die sich entwickelnden Vorgehensweisen und Strategien von vergleichbaren Unternehmen und die Beobachtung von Neuerscheinungen in der Zukunftsbranche.

Ist dann das, was wir von früher her erlernt und gelebt haben, heute noch gültig?

Ja und Nein. Wir benötigen die Erfahrungen von früher, die Sicht von morgen und neu, die Flexibilität von heute. So wie wir mit unseren Planungen und Vorgehensweisen umdenken müssen, so sollten wir auch offen sein, neue Bewegungsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen.

Hier einige Beispiele:

Friseurmeister(m/w/d) machen sich selbständig. Dafür sehen sie nur eine Alternative, sie eröffnen einen eigenen Salon. Aber wieso? Sie verdienen mehr Geld, haben keine Schulden und mehr Urlaub, wenn sie nur zwei Stühle in einem bestehenden Salon mieten. Beide, Saloninhaber(in) und Friseurmeister (m/w/d) haben Vorteile. Das ist nicht neu im Ausland nur vereinzelt bekannt.

Bauträger sehen meist nur eine Möglichkeit. Sie kaufen ein Grundstück, planen darauf entsprechende Räumlichkeiten und verkaufen dann das Projekt. Die Hoffnung dabei ist, dass sie am Ende viel Geld verdienen. Wieso sammelt man die Kaufinteressenten nicht vorab und baut in einem Zug für diese Käufer das Projekt, indem die Käufer auch als Bauherr auftreten und das Grundstück im Vorfeld erwerben. Sie sparen sich bis zum 10% an Kosten. Das funktioniert natürlich nicht immer.  Aber es geht sehr oft und sogar die Zwischenfinanzierungen werden reduziert, so dass der Kaufpreis erheblich sinkt. Es haben somit der Bauträger und der Käufer einen Vorteil.

Bauen mal anders: Bestimmen Sie ein Budget, dann planen Sie darum Ihre Wunschimmobilie. Sie holen einen Bauoptimierer (Das ist kein Fertighaushersteller, Bauträger oder Generalübernehmer. Denn dann müssen Sie noch einen extra Haftungs- u. Gewinnaufschlag hinnehmen, bevor Sie einen Endpreis erhalten.), der sich dann um die Umsetzung kümmert. Dieser Optimierer sucht nach Wegen noch günstiger zu bauen, indem die Qualität gleich- oder höherwertig ist und Handwerker fair bezahlt werden.

Umdenken im Sinne von einer 180 Grad Drehung ist somit ein Gewinn für alle Beteiligte. Das ist im Geschäftsleben, wie auch im Privatleben, gerade im Blick auf den gesellschaftlichen Wandel ein nicht mehr wegzudenkendes Muss. Seien Sie ein Vorreiter und haben den Mut in Chancen zu denken.

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